Beim letzten Mal habe ich erklärt, dass nicht alle Japaner die populäre Otaku-Kultur gutheißen, obwohl sie jährlich viel Geld und internationales Interesse nach Japan bringt. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle japanischen Otaku zurückgezogene NEETs oder Hikikomori sind. Tatsächlich gehören einige von ihnen zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Landes.
Ein gutes Beispiel ist Taro Aso, der vor fünf Jahren Premierminister war, als ich Japan zum ersten Mal besuchte, und nun als Vize-Premierminister unter dem wiedergewählten Shinzo Abe dient. Otakus waren in den späten 80er Jahren besonders unbeliebt, als Tsutomu Miyazaki, ein grausamer Serienmörder (bitte nicht nachschlagen), vom Boulevard als Otaku Killer bezeichnet wurde, nur weil er ein paar Anime-DVDs besaß – was ja eigentlich niemanden stigmatisieren sollte. Aso, damals stellvertretender Finanzminister, setzte sich öffentlich für seine „Leute“ ein und erklärte: „Ich bin ein Akiba-Otaku.“ Das trug entscheidend dazu bei, das öffentliche Bild zu verändern.
Seine Lieblingsserie soll Rozen Maiden sein. Er hat auch betont, wie wichtig die populäre Kultur sein kann, um Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammenzubringen.
Seine politische Ausrichtung? Er gilt als konservativer Hardliner und wirkt auf manchen Fotos wie einer der weniger charismatischen Sith Lords. Dennoch ist er einer von nur zwei japanischen Premierministern aus der Präfektur Fukuoka, wo auch J-Subculture tätig ist.
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